Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten in Tübingen
Der Brandschutzbeauftragte unterstützt den Arbeitgeber bei der Umsetzung des betrieblichen Brandschutzes. Die Ausbildung erfolgt nach DGUV Information 205-003.
Schulung Sicherheitsbeauftragter an einem Tag
Ihre künftigen Sicherheitsbeauftragten lernen an einem Tag live per Zoom, was § 22 SGB VII von ihnen erwartet. Termine sind Montag, 07.12.2026 und Freitag, 18.12.2026, jeweils von 09:00 bis 16:00 Uhr. 299,00 € je Teilnehmer zzgl. USt, Unternehmen buchen direkt online.
Für wen ist diese Ausbildung?
Mitarbeiter, die im Betrieb für Brandschutz verantwortlich sind oder werden sollen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Berufsausbildung
- Gewerbe- und branchenspezifische Kenntnisse der betrieblichen Abläufe
- Technisches Verständnis und Kommunikationsstärke
Ausbildungsinhalte
Aufgaben des Brandschutzbeauftragten
- Erstellen und Fortschreiben der Brandschutzordnung
- Mitwirkung bei Beurteilungen der Brandgefährdung
- Beraten bei feuergefährlichen Arbeitsverfahren
- Organisation der Brandschutzkontrollen
- Melden von Mängeln und Vorschlagen von Maßnahmen
Regelmäßige Fortbildung
Brandschutzbeauftragte müssen sich alle 3 Jahre fortbilden (Umfang: 16 UE), um ihr Wissen aktuell zu halten.
Dauer & Kosten
Bildungsgutschein
Ein Bildungsgutschein ist für diesen Lehrgang bei uns nicht möglich.
Werde Brandschutzbeauftragter
Übernimm Verantwortung für die Sicherheit in deinem Betrieb.
Brandschutzbeauftragter in Tübingen: Zertifizierung nach DGUV-I 205-003
Tübingen verbindet Universitätsbetrieb, biopharmazeutische Forschung und einen wachsenden Technologiesektor auf engstem Raum. Gerade in dieser Kombination entstehen Arbeitsstätten mit hohen Anforderungen an den betrieblichen Brandschutz: Labore, Serverräume, Produktionshallen und historische Universitätsgebäude stellen jeweils eigene Schutzanforderungen. Wer in diesem Umfeld Verantwortung trägt, braucht eine fundierte Qualifikation, die rechtssicher und praxisnah ist. Die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten nach DGUV Information 205-003 und vfdb-Richtlinie 12-09/01 schließt genau diese Lücke.
Brandschutz als Pflichtaufgabe in Tübingens Forschungs- und Pharmabranche
In Betrieben ab einer bestimmten Größe und Gefährdungsstufe schreibt das Bauordnungsrecht Baden-Württemberg sowie die Berufsgenossenschaft die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten vor. Tübingen ist dafür ein besonders prägnantes Beispiel. Die Universität Tübingen beschäftigt Tausende von Mitarbeitern über ein verzweigtes Netz aus Instituten, Kliniken und Laborbereichen, in denen brennbare Chemikalien, Druckgasflaschen und sensible Serverinfrastruktur unter einem Dach zusammentreffen. Ähnlich verhält es sich bei CureVac, dem biopharmazeutischen Unternehmen mit Sitz in Tübingen, dessen mRNA-Forschungsanlagen klar geregelte Brandschutzkonzepte und eine Person erfordern, die diese intern koordiniert und überwacht. Auch ein Unternehmen wie Osiander, das an mehreren Standorten in der Region tätig ist, muss im Bereich Lagerhaltung und Kundenverkehr brandschutzrechtliche Anforderungen erfüllen. Für Mitarbeiter in diesen Organisationen bedeutet die Zertifizierung zum Brandschutzbeauftragten einen konkreten Funktionsgewinn: Sie übernehmen Verantwortung, die der Betrieb ohnehin besetzen muss. Das Berufsbild verbindet sich häufig mit der Rolle des Sicherheitsbeauftragten, was den internen Stellenwert weiter erhöht.
Finanzierung und Kosten: Was Tübinger Arbeitgeber übernehmen
Da es sich um eine Pflichtfunktion handelt, übernehmen viele Betriebe die Lehrgangsgebühr vollständig, wenn sie den Teilnehmer für diese Aufgabe intern benennen wollen. In forschungsintensiven Tübinger Betrieben ist das erfahrungsgemäß der häufigste und unkomplizierteste Weg. Ein Bildungsgutschein ist für diesen Lehrgang bei uns nicht möglich.
Lehrgangsformat: vor Ort und live online
Der Lehrgang umfasst 64 Unterrichtseinheiten: 4 Tage vor Ort (32 UE) mit Löschübung und Abschlussprüfung, der Rest live online. Diesen Präsenzanteil schreibt die DGUV Information 205-003 vor.
Abschluss nach DGUV-I 205-003: Was das Zertifikat in Tübingen bedeutet
Der Abschluss trägt kein IHK-Siegel, ist aber bundesweit anerkannt und beruht auf zwei zentralen Grundlagen: der DGUV Information 205-003 sowie der vfdb-Richtlinie 12-09/01. Diese beiden Dokumente definieren den Qualifikationsstandard für Brandschutzbeauftragte in Deutschland verbindlich und werden von Berufsgenossenschaften, Baubehörden und Feuerwehren gleichermaßen als Maßstab herangezogen. In Baden-Württemberg ist die zuständige Stelle für gewerbliche Fragen die IHK Reutlingen, die das betriebliche Umfeld in der Region Tübingen-Reutlingen kennt und bei Fragen zur betrieblichen Sicherheitsorganisation Orientierung bietet, auch wenn sie das Zertifikat selbst nicht ausstellt. Das Zertifikat nach DGUV-I 205-003 befähigt dich, im Betrieb offiziell als Brandschutzbeauftragter bestellt zu werden, Brandschutzordnungen zu erstellen und zu pflegen, Räumungsübungen zu koordinieren und die Verbindung zu Behörden sowie zur zuständigen Berufsgenossenschaft zu halten. Für Mitarbeiter in Tübingers forschungsintensiven Betrieben, die bereits technisches oder organisatorisches Verständnis mitbringen, ist das eine Qualifikation mit unmittelbarem Einsatzpotenzial, die sich noch im selben Quartal nach Abschluss im Betrieb auswirken kann.